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Gedanken Februar bis Mai 2025

Sat, 15 Feb 2025 13:09:29 +0000 von RG W

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Liebe Leserin, lieber Leser,

bald ist es wieder so weit: In der Nacht vom 29. auf den 30. März wechseln wir zur Sommerzeit und stellen die Uhren eine Stunde vor. Für uns bedeutet das: eine Stunde weniger Schlaf. Und ich weiß, viele von uns spüren diese Veränderung besonders stark – sei es, weil der Rhythmus durcheinandergerät oder weil wir diese „verlorene“ Stunde einfach vermissen.

Doch ich finde, die Zeitumstellung hat auch etwas Positives. Sie markiert für mich einen klaren Übergang: Der Winter ist vorbei, und die Tage werden länger und heller, was eine neue Leichtigkeit mit sich bringt.

Ich genieße die Sommerzeit, denn sie schenkt mir abends eine zusätzliche Stunde Helligkeit.

Eine Stunde mehr Zeit, um am Strand spazieren zu gehen oder mit den Kindern im Garten zu spielen. Eine Stunde mehr Zeit, um den Grill anzuwerfen und die ersten Leckereien im Freien zu genießen. Eine Stunde mehr Zeit, um mit Freunden die letzten Sonnenstrahlen vor der Kneipe zu genießen. Es fühlt sich an, als würde ein frischer Wind wehen, der nicht nur draußen, sondern auch in mir selbst etwas zum Leben erweckt.

Ich spüre, wie neue Kraft in mir wach wird, wie Freude und Lust auf Neues zurückkehren. Mein Körper und Geist kommen wieder in Schwung, werden lebendiger.

Die christliche Fastenzeit, die in diesem Jahr vom 5. März bis zum 19. April dauert, passt für mich wunderbar in diese Phase der Bewegung. Sie ist eine Zeit der Einkehr und Besinnung, aber sie hat irgendwie auch doch etwas mit Lebendigkeit zu tun. Es geht darum, unsere Gedanken in Bewegung zu bringen, eine fragende Haltung Gott gegenüber einzunehmen und zu hören, was er uns sagen möchte.

Was läuft gut in meinem Leben und was nicht? Wo brauche ich einen Neustart – in meiner Beziehung zu Gott, zu meinen Mitmenschen oder zu mir selbst? Gibt es Dinge, die ich endlich loslassen möchte – alte Gewohnheiten, Stress oder das Chaos auf meinem Schreibtisch? Die Fastenzeit lädt uns ein, bewusst Raum zu schaffen – für Neues, für Veränderungen oder einfach dafür, klarer zu sehen, was gut ist.

Mit Karfreitag kommt diese Bewegung scheinbar für kurze Zeit zum Stillstand. Doch dann ist das Grab leer, der Stein ist weggerollt. Auferstehung!

Mit Ostern beginnt eine Bewegung hin zum Leben. Eine Vorwärtsbewegung. Es öffnet sich ein Weg hin zu einem Leben voller Hoffnung und Vertrauen. Diese Botschaft erinnert mich daran, dass sich Dinge immer wieder in Bewegung setzen können – egal, wie festgefahren oder aussichtslos sie erscheinen mögen.

Ich wünsche Ihnen, dass die kommenden Wochen Ihnen neuen Schwung schenken – mit der Zuversicht, dass Gott uns immer wieder in Bewegung bringt.

Es grüßt Sie/Euch herzlich

Vikarin Anaïs Berghem
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